Die Lust am Schreiben


GELTING  LARS  GELTING


Liebe Besucherin, lieber Besucher,

 

schön, dass Sie da sind! Und gleich vorweg: Egal, ob Sie nun

gerne in einem Buch blättern, dieses vielleicht verschenken möchten, oder ob Sie das eBook bevorzugen, alle Inhalte dieser Seite sind für Sie gemacht!

 

Etwa meine historischen Romane, die Sie mitreißen werden in eine Zeit, in der das Mittelalter mit all seinen schillernden, aber auch dusteren Farben noch nachklingt.

Oder mögen Sie dramatische Liebesgeschichten?

Stöbern Sie mal - und nutzen Sie die Leseproben.

 

 

 

 

 

 


Geboren bin ich in Dortmund als echtes Ruhrpott-Kind. Bin zwischen Zechen, Brauereien und Schrebergärten aufgewachsen - und mit allen Emscherwassern gewaschen worden.

 

Später Lehramtsstudium in Bielefeld. Das notwendige Rüstzeug fürs Leben holte ich mir in dieser Zeit in Jobs als Taxifahrer, Staubsauger-Vertreter und Autoverkäufer.

In dieser Weise ausgebildet und ausgerüstet unterrichtete ich anschließend als Lehrer mit Herzblut und Leidenschaft – im ständigen Kampf mit Stolpersteinen der merkwürdigsten Art.

 

Seit 2011 glücklicher Einwohner Schleswig Holsteins und Autor unter verschiedenen Pseudonymen.


Planen Sie vielleicht eine Autorenlesung - professionell, unterhaltsam und vor allem spannend?

Kontaktieren Sie mich!

Ich biete Ihnen mehr als nur einen Lesevortrag - versprochen!


                                  www.larsgelting-ebook.de

 

Lars Gelting  eBooks und Bücher 

- eine Leidenschaft -

 



 

Ein kurzer Rückblick

- auf einen langen Weg

 

Eine Geschichte


Draußen auf der Wiese spielt ein Mann mit seinem Hund!

Der Mann – er mag so um die Fünfzig sein – kommt jeden Tag dort hin. Kommt immer auf diese Wiese, an deren Rand sich das Flüsschen Treene entlang schlängelt.

Ich kann den Mann von meinem Arbeitszimmer aus gut beobachten. Jeden Tag spielt er lange und ausgelassen mit seinem Hund, unterhält sich mit anderen, die dort auch mit ihren Hunden spielen.

Und ich bin neidisch!

Jeden Tag aufs Neue. Nicht in der dumpfen Art, in der man jemandem Besitz, eine schöne Frau oder ein rassiges Auto neidet. Nein! Besitzneid dieser Art ist mir wirklich fremd! Es ist vielmehr der besondere Luxus, über den dieser Mann verfügen kann, der Luxus des „Zeithabens“, der Luxus der Verfügungsgewalt über die eigene Lebenszeit. Es ist dieser Luxus, der mich neidisch macht!

 

Wie wäre mein Leben vielleicht anders gelaufen, wenn ich nur diese kostbare Verfügungsgewalt gehabt hätte? So, wie sie dieser sympathische, ganz normale Mann dort draußen offensichtlich hat. Bestimmt hätte ich der Musik mehr Zeit gewidmet! Mein Verständnis von Musik wäre tiefer und inhaltsreicher geworden, mein Musikgenuss noch größer. Möglicherweise hätte ich dann noch ganz andere Dinge in und mit der Musik machen können… Es war mir nicht möglich, weil mir immer schon im Vorfeld die Zeit dafür fehlte. Weil es immer etwas gab, was wichtiger war, was mich eilig voran trieb.

 

Und erst das Lesen und das Schreiben!

Als Junge von zehn Jahren bin ich jede Woche in einem Vorort von Dortmund zum „Büchereibus“ gelaufen. Immer neugierig mit drei gelesenen Büchern unter dem Arm – mehr konnte man nicht ausleihen – und drei neu ausgeliehenen wieder zurück nach Hause. Es gab keine führende, anleitende Hand, die bildendes oder besonders Lesenswertes von anderem unterschied oder gar trennte. Ich las also alles, was mir in die Hände fiel und mir spannend genug erschien. Alle Klassiker der Jugendliteratur wie „Die Schatzinsel“ oder die „Bounty“ wurden ebenso gelesen wie Jerry Cotton- und Wildwest Romane. Und wenn gar nichts mehr im Regal stand, was man nicht schon gelesen hatte, dann drückte die Frau an der Ausleihe auch schon mal ein Auge zu und ließ mich mit einem spannenden Roman aus dem „Erwachsenenbereich“ ziehen.

Meine literarischen Favoriten jener Zeit waren aber eindeutig Piraten- und Indianergeschichten. Die „Tecumseh-Serie“ des heute umstrittenen Autors Fritz Steuben war für mich ein Quell immer neuer Erfahrungen, immer neuen Wissens über das Leben der Indianer – und über die Gründe, die zu ihrem Untergang führten. Meine Phantasie und manche Einstellungen nährten sich aus dieser Literatur.

Und darauf basierend schrieb ich – mit vielleicht zwölf Jahren – meinen ersten kleinen Indianer-Roman; er mag wohl zwanzig Seiten lang gewesen sein!

Tja, und dann erging es mir so, wie wohl (fast) jedem, der sich auf das Schreiben einlässt: Die Ernüchterung folgte auf dem Fuße!

Ich hatte meinen kleinen Roman mit Herzblut geschrieben, mein Fühlen und Denken, mein ganzer Stolz lag in diesen liebevoll gestalteten zwanzig Seiten. Als ein guter Freund meiner Eltern zu Besuch kam, ein Freund, den auch ich gern mochte und schätzte, drückte ich ihm diese Seiten in die Hand, bat ihn, zu lesen. Und natürlich ging ich fest davon aus, nach der Lektüre mit Zuspruch und Lob überschüttet zu werden.

Der gute Freund ließ seinen Blick über die ersten zwei Seiten huschen, blätterte dann die restlichen Seiten so durch und gab mir mein kleines „Lebenswerk“ lässig aus dem Handgelenk und mit gleichgültigem Seitenblick wieder zurück, „Ne Indianergeschichte! Das ist noch nichts Besonderes!“

 

Nichts Besonderes???!

 

Diese Erfahrung beendete mein frühes literarisches Leben ganz abrupt und absolut! Fortan hatte ich weder Lust zu lesen noch habe ich den Drang verspürt, irgendetwas zu schreiben.

Es brauchte fast zehn Jahre, bis der Widerwille gegenüber Büchern und besonders gegenüber dem Schreiben einer wieder erwachenden Neugier wich.

Das geschah dann aber mit Macht!

Und diese Macht war weiblich, jung, hübsch und ziemlich gescheit.

Wir sahen uns das erste Mal im Straßburger Münster; sie mit dem Reiseführer in der Hand, ich mit dem Fotoapparat. Als wir uns spätabends trennten – damals war das noch so! – hatte ich alles Mögliche über die Geschichte des Münsters erfahren. Konnte romanische und gotische Baustile erkennen und unterscheiden, hatte einiges über die astronomische Uhr, den Engelspfeiler und, und, und gelernt. Vor allem aber hatte ich das unangenehme Gefühl, diesem liebenswerten Wesen nicht „das Wasser reichen zu können“. Ich kam mir vor wie ein übrig gebliebener Neandertaler. Einer der mit seiner Band Rockmusik machte, ins Mikrophon brüllte, auf der Bühne herumsprang.

Und dann sie: An einem verregneten Sonntagnachmittag setzte sie sich in ihrer kleinen Wohnung ans Klavier – und spielte mich schwindelig. Heute weiß ich nicht mehr, was sie damals gespielt hat und wie lange sie gespielt hat, aber sie hat mich in eine andere Welt gespielt. Je länger sie spielte und je mehr ich sie bewunderte, umso mehr drängte es mich, auch in diese Welt einzutreten. Ich wollte diese Frau unbedingt und ich wollte ihr irgendwann „das Wasser auf Augenhöhe reichen können“.

Heute denke ich gerne an meine Zeit des „Rockmusikers“ zurück, an diese wunderbare Zeit des Werdens und Wachsens. Ich las mehr als jemals zuvor in meinem Leben, ich machte das Abitur nach, studierte Geschichte und Germanistik, daneben Musik, machte eine Gesangsausbildung und wurde Lehrer. Und hier konnte ich wieder anknüpfen an etwas, was viele Jahre zuvor so abrupt geendet hatte: Ich begann wieder zu schreiben.

 

Schüler schreiben naturgemäß nicht sehr gerne. Aber es gelang mir von Anfang an, eine mehr oder auch mal weniger große Freude am Schreiben von Geschichten zu entfachen. Die Schüler schrieben ihre Geschichten, ich schrieb meine und so erwachte bald eine neue Liebe zum Schreiben. Mein Roman „Mit der Wut des Überlebens“ ist aus einer solchen „Schreibaktion“ geboren worden. Im Laufe der Jahre entstanden unzählige Geschichten und auch die Schüler schrieben oft Geschichten, die so gut, so stark waren, dass ich manche dieser Geschichten noch heute erzählen könnte.

 

Und jetzt? Immer noch verzaubert mich „ihr“ Klavierspiel, jetzt, da wir beide mehr Zeit haben für die Dinge, die uns wirklich wichtig sind. Und zu denen gehört für mich – neben der Musik – unbedingt das Schreiben. Es macht mein Leben schöner, erfüllter. Lässt mich zum Entwickler von Lebenslinien werden. Linien, die grandios vorantreiben – oder abstürzen, die unbemerkt nebeneinander herlaufen, um sich dann unvermittelt zu kreuzen und danach in den Himmel oder in die Katastrophe abzubiegen. Immer so, wie ich es will. Dabei bin ich auch Schöpfer“ von Fantasiewesen, die ich in Beziehungen aller Art zueinander bringen kann. Ich kann sie beliebig agieren lassen, kann sie lieben, hassen und auch genussvoll morden lassen.

Also: Ich kann auf diese Weise gewissermaßen wieder „Kind“ sein. Mir meine und hoffentlich auch „Ihre“ Geschichten basteln. „Herz, was willst du mehr?“

 

GELTING

www.larsgelting-ebook.de